Pianofortefabrik · Heilbronn · 1828 – 1939
Eine Manufaktur für den Klang der Zeit.
Eine Familie, die es noch gibt.
G. L. Nagel war eine der bedeutenden württembergischen Klavierfabriken — angesiedelt in Heilbronn, beliefert von Konstantinopel bis Stuttgart, und bis 1939 tätig. Aufgebaut durch den Fleiß von Gerhard Ludwig Nagel (1829–1897), belieferte die Fabrik Höfe, Konzertsäle und Bürgerhäuser in ganz Europa. Diese Seite dokumentiert das Erbe — und verbindet es mit der Familientradition, die heute als StimmNagel in Bayern weiterlebt.
Nachbildung nach historischen Vorlagen (1901 & 1912) · Originale bei Dieter Gocht, Klavierseiten
Gerhard Ludwig Nagel wird am 23. Juni 1829 in Wesel am Rhein als Sohn eines armen Hutmachers geboren. Schon früh zeigt er Begeisterung für die Klavierbaukunst.
Am 8. März 1844 beginnt Nagel seine Lehre beim Klavierfabrikanten Gerhard Adam in Wesel. Nach drei Jahren bleibt er weitere vier Jahre als Geselle.
Im November 1851 tritt er bei der renommierten Firma F. Dörner in Stuttgart ein — damals das Zentrum des süddeutschen Pianofortebaues. Über sechs Jahre arbeitet er dort.
Nach dem Tod Carl Uebels associiert sich Nagel im Mai 1862 mit der Witwe als Uebel & Nagel und übernimmt das Geschäft bald darauf allein. Im September heiratet er.
G. L. Nagel präsentiert vier Pianinos auf der Weltausstellung 1888 in Brüssel — internationale Anerkennung für die Heilbronner Fertigung.
Am 7. März 1897 stirbt Gerhard Ludwig Nagel. Söhne Wilhelm und Hermann führen die Fabrik weiter und treiben sie zu neuen Auszeichnungen.
Ab 25. Februar 1906 darf die Firma den Titel Württembergischer Hoflieferant führen — unter König Wilhelm II. Bereits zuvor ist sie Kaiserlich Ottomanische Hof-Pianofortefabrik.
Auf der Internationalen Ausstellung in Mailand beeindrucken sieben Nagel-Pianinos — eines davon in Grün. Die Fachpresse lobt den „vorteilhaftesten Eindruck".
Nach der Auflösung der Heilbronner Klavierfabrik C. F. Glass & Co. übernimmt G. L. Nagel 1928/29 deren Bestände und produziert fortan auch Glass-Pianos.
Kriegsbedingt muss die Produktion eingestellt werden. Die Fabrik wird im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Name lebt noch: 1941 bietet G. L. Nagel Furniere und Rohmaterialien an.
Jan Nagel, Ururenkel des Gründers, beginnt seine Ausbildung zum Klavierbauer bei Steinway & Sons in Hamburg — einer der renommiertesten Klaviermanufakturen der Welt.
Abschluss der Ausbildung nach vier Jahren in Hamburg. Das handwerkliche Fundament ist gelegt — auf den Schultern einer langen Familientradition.
Jan Nagel gründet StimmNagel in Aiterhofen bei Straubing — einen auf Stimmung, Wartung und Restaurierung spezialisierten Klavierbaubetrieb in Niederbayern.
Meisterbrief der Handwerkskammer München. Der Name Nagel steht wieder für das höchste handwerkliche Niveau im deutschen Klavierbau.
Auf einer grauen Marmorbank, die sich wirkungsvoll von dem ultramarinblauen Hintergrunde abhebt, sitzt eine klassische weibliche Gestalt in antiker Gewandung mit der Lyra im Arm. Zu ihren Füßen ruht, bezähmt von den Tönen der Leier, ein Löwe. Der cremfarbige untere Teil trägt in blauen Lettern Name und Sitz der Firma mit dem Gründungsjahr 1828 und dem türkischen Wappen.
Zeitgenössische Beschreibung · Dieter Gocht, Klavierseiten
Die Tradition des Klavierbaus
lebt in der nächsten Generation weiter.
Jan Nagel, Klavierbaumeister · StimmNagel · Aiterhofen bei Straubing
Stimmung · Wartung · Reparatur · Piano Life Saver · Silent-Systeme
Jan Gerhard Karl Nagel
StimmNagel
Kreuzfeld 7
94330 Aiterhofen (Geltolfing)
E-Mail: gutestimmung@stimmnagel.de
Website: www.stimmnagel.de
Berufsbezeichnung: Klavier- & Cembalobaumeister
Fachrichtung: Klavierbau · Klavierstimmer
Mitglied bei: Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz · Betriebsnummer 65022
Mitglied im: Bund Deutscher Klavierbauer
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG:
DE354264264
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Jan Gerhard Karl Nagel · StimmNagel · Kreuzfeld 7 · 94330 Aiterhofen
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